Berlin für Fans von Schalke04

(Stand: April 2014)

 

„TeBe, das klingt wie Tuberkulose.“
(Rudi Gutendorf über das Kürzel von Tennis Borussia Berlin, jenen Verein, den er in der Saison 1976/77 vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga bewahren sollte)

 

Gelsenkirchen-Berlin
Entfernung (Luftlinie): 446,59 Kilometer
Entfernung Veltins Arena – Olympiastadion (Auto): 511 Km/Fahrtzeit 5:17 Std
Bahn: 4:10 Std (1x Umsteigen)
Flugzeug: 1:10 Std via Düsseldorf bzw. 3-4 Std via Herne-West
Bus 6:45 Std via Essen (meinfernbus.de), 7:30 Std via Bochum (berlinlinienbus.de) oder 6:40 Std via Bochum (flixbus.de)
Offizielle Schalke-Fanclubs in Berlin (3): Königsblau (www.koenigsblau-berlin.de, Vereinslokal inkl. Live-TV-Übertragungen im Restaurant Berliner Hof, Hildegardstraße 14, laut eigenen Angaben der mit Abstand größte S04-Fanclub in Berlin), FC Blaumann 04 (www.blaumann04.de, Vereinslokal Sportive Bar Schmittz, Torstraße 90) sowie Märkischer Adler (www.maerkische-adler.de)
Bevorzugte Wohnadressen für Schalke-Fans, die nach Berlin ziehen wollen: Gelsenkircher Straße, Knappenpfad, Eichbergstraße, Parkstraße, Fischerstraße, Sandstraße

 

Auf sechs Stationen geht es für Schalke-Fans durch Berlin. ©d-maps.com/bundesligaindeinerstadt.de

Auf sechs Stationen geht es für Schalke-Fans durch Berlin. ©d-maps.com/bundesligaindeinerstadt.de

Schalke 04 und Berlin, das passt einfach. Im Berliner Poststadion feierte Schalke 04 1934 den Gewinn seiner ersten Deutschen Meisterschaft. Bis 1942 folgten für die Schalker viele Titel, von denen die Mehrzahl ebenfalls in Endspielen in Berlin errungen wurden. Der Kreis schließt sich mit den jüngsten, ebenfalls in Berlin gefeierten Pokaltriumphen seit 2001. Ein triftiger Grund also, die Stadt Berlin als Schalke-Fan in sein Herz zu schließen. Wenn, ja wenn da nicht eine sagenumwobene Fan-Feindschaft zwischen Schalke und Hertha-Fans bestehen würde. Ihren Ursprung hat die Berliner Abneigung gegenüber Königsblau im Jahr 1971, als die Hertha in der ersten Pokalrunde gegen Schalke zwar 3:0 gewann, der DFB das Spiel jedoch anschließend mit 0:2 für Schalke wertete. Der Grund: Bei der Hertha war mit Zoltan Varga ein Spieler an gleich zwei Toren beteiligt, der aufgrund des Bundesligaskandals vom DFB eigentlich gesperrt war und nur mit einer Sondergenehmigung spielte. Schalke legte kurz nach Abpfiff Einspruch gegen die Wertung ein, im Wissen, dass man selbst sieben Spieler auf dem Feld stehen hatte, die in den Skandal verwickelt waren – aber aufgrund von Falschaussagen eben noch nicht vom DFB dafür gesperrt wurden. Seitdem wird der FC Schalke in Berlin auch gerne „FC Meineid“ genannt – was den Schalke-Fan jedoch nicht davon abhalten sollte, nach Berlin zu fahren. Genauso wie es Walter Junghans, Norbert Nigbur und Huub Stevens nicht davon abhielt, nach Berlin zu wechseln und die gebürtigen Berliner Kevin-Prince Boateng oder Holger Gehrke nicht davon abhielt, ihre Zelte auf Schalke aufzuschlagen.

 

Für Fans von Schalke04 geht es auf sechs Stationen durch Berlin: Brandenburger Tor (1/Walter Junghans), Hotel Hyatt (2/Huub Stevens), Mommsenstadion (3/Rudi Gutendorf/Mirko Slomka), Angerburger Allee (4/Norbert Nigbur), Olympiastadion (5/DFB-Pokalfinalspiele), Trabrennbahn Mariendorf (6/Ausflugstipp)
Gesamtdauer der Tour: 2 Stunden (ohne Verweildauer)

 

→ Wir beginnen unsere königsblaue Berlin-Tour im emotionalen Herzen der Hauptstadt, dem Brandenburger Tor.

 

Station 1 (Walter Junghans): Brandenburger Tor, Pariser Platz (Mitte)

Brandenburger Tor, ©bundesligaindeinerstadt.de

Brandenburger Tor, ©bundesligaindeinerstadt.de

Eigentlich war ja Toni Schumacher schuld. Als dieser 1987 vom FC Schalke als neuer Torwart verpflichtet wurde, befürchtete Walter Junghans, dass es für ihn als Stammkeeper eng werden könnte. „Ich wollte mich nicht hinter ihm auf die Bank setzen und habe eine andere Herausforderung gesucht. Für mich war es damals aber wichtig, nicht zu einem x-beliebigen Verein zu gehen, sondern zu einem Verein, der Tradition hat und der in die Bundesliga will.“ Gesagt, getan. Nach fünf Jahren in Gelsenkirchen packte Junghans seine Koffer und wechselte nach Berlin, wo Hertha zur damaligen Zeit in der drittklassigen Oberliga kickte. „Als das Angebot von Hertha kam, war die Entscheidung natürlich nicht so einfach. Letztendlich war es aber richtig und die Oberliga war gar nicht so schlecht“, erinnert sich Junghans heute zurück.
Gewöhnungsbedürftig war dagegen die geografische Lage Berlins, West-Berlin war noch von der DDR umschlossen und ein spontaner Ausflug aufs Land gestaltete sich eher schwierig. „Das war am Anfang schon recht unangenehm, wirklich wohlgefühlt habe ich mich vor der Wende nicht. Das war wie eine Insel, von der man nicht so einfach runtergekommen ist.“ Während sich die Reisen zu Auswärtsspielen in der Oberliga noch innerhalb Berlins abspielten, musste das Team nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 1988 im Bus lästige Grenzkontrollen über sich ergehen lassen. „Mit dem Flieger war es recht einfach, aber die Busse wurden natürlich an der Grenze ziemlich genau unter die Lupe genommen, ob da jemand etwas dabei hatte, was er nicht dabei haben sollte. Es gab aber zum Glück nie irgendwelche Vorfälle.“
Ein Vorfall der anderen Art ereignete sich dann schließlich im November 1989, als die Mauer fiel und Junghans auf seiner Berliner Insel plötzlich von befreundetem Festland umgeben war. „Das hat einen dann natürlich emotional ziemlich berührt, das war ein wahnsinniger Moment. Damit hatte keiner gerechnet.“ Die Geschehnisse des 9. November verfolgte der damals 31-jährige noch im Fernsehen, später ging er – ausgerüstet mit einem Hammer aus dem eigenen Werkzeugkoffer – zur Mauer, um sich sein persönliches Stück deutscher Geschichte zu sichern. „Ich bin zur Grenze in der Nähe vom Brandenburger Tor und habe mir
dort ein Stück aus der Mauer herausgehauen. Deswegen ist die Mauer aber nicht umgefallen, das war nur ein ganz kleines Stück“, scherzt Junghans 25 Jahre später.
Seine Zeit bei Hertha BSC war vor allem zu Beginn von Erfolg geprägt. Nach dem Aufstieg in die 2. Liga folgte 1990 im Jahr der Deutschen Einheit nach sieben Jahren die Rückkehr der Hertha in die Bundesliga. Junghans avancierte zum Publikumsliebling, daran änderte auch der postwendende Abstieg in der Saison 1990/91 nichts, in deren Verlauf unter anderem Ex-Schalke-Trainer Peter Neururer zwölf Spiele lang sein Glück in Berlin versuchte. Es blieb beim Versuch, denn nach seinem legendären Tipp-Kick-Spruch in Folge einer 3:7-Klatsche bei Bayern München wurde er wegen vereinsschädigendem Verhalten von seinem Posten enthoben. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel antwortete Neururer auf die Frage Dieter Kürtens, ob er jemals so hoch verloren habe: „Ja, klar. Das war 1966 gegen meinen Bruder im Tipp-Kick.“ Neururer gilt mit einem Schnitt von 0,17 Punkten in elf Spielen übrigens bis heute als schlechtester Bundesligatrainer der Herthaner aller Zeiten.
Während Neururer Berlin verließ, trat Junghans den Gang in die 2. Bundesliga an. Berühmtheit erlangte er – unfreiwilligerweise – 1993 durch ein kurioses Eigentor im Zweitligaspiel gegen Carl Zeiss Jena, das es als „Tor des Monats“ durch die ARD Sportschau zu einiger Aufmerksamkeit brachte. Im Lauf der Saison 1993/94 rutschte die Hertha immer weiter in den Abstiegskampf, die Stimmung in und um die Mannschaft verschlechterte sich. Der auf Trainer Günter Sebert Ende Oktober 1994 folgende Uwe Reinders wollte ein Zeichen setzen und suspendierte Junghans gemeinsam mit zwei anderen Spielern. „Es hat damals in der Mannschaft nicht hingehauen, und da hat man sich wohl Spieler gesucht, von denen man dachte, dass sie aufmüpfig seien. Aber das waren wir gar nicht“, schildert Junghans seine Sicht der Dinge. Gemeinsam klagte man später das Recht auf Teilnahme am Training ein, und obwohl Reinders im März 1994 Geschichte war, verließ Junghans den Club nach sieben Jahren und 192 Spielen in Richtung Leverkusen.
Obwohl das Ende seiner Zeit in Berlin nicht besonders glücklich verlief, blickt Junghans heute zufrieden auf seine Station bei Hertha BSC zurück. „Der schönste Moment, den ich als Spieler erleben durfte, war die Rückkehr mit der Hertha in den Profifußball. Natürlich ist es auch toll, mit einer Mannschaft wie dem FC Bayern Meister zu werden, aber für uns war der Aufstieg damals kein Selbstläufer.“ Von einer Feindschaft zwischen Schalke- und Hertha-Fans hat Walter Junghans weder zu seiner Zeit bei Schalke, noch später in Berlin etwas mitbekommen. „Ich hatte in Berlin als Ex-Schalker ein sehr gutes Standing bei den Fans, da kann ich mich gar nicht beschweren“, blickt Junghans zurück. Sehr viel schwieriger fiel da schon die Beziehung zu den Fans von Schalke 04 während seiner Zeit in Gelsenkirchen aus. „Ich hatte es als ehemaliger Bayern-Spieler dort von Anfang an sehr schwer, obwohl ich ja nicht mal geborener Bayer bin. Das war aber auch der Situation geschuldet, dass ich den damals sehr populären Norbert Nigbur im Tor abgelöst habe“, so Junghans. Die Beziehung zu den Schalke-Fans habe sich dann aber im Lauf der Zeit verbessert, obwohl „meine Leistung nicht immer so prickelnd war, wenn man es diplomatisch ausdrücken will“.

Walter Junghans (*1958 in Hamburg) wurde bei einer Sichtung der Jugend-Nationalmannschaft vom FC Bayern München entdeckt, wo er 1979 Sepp Maier im Tor nachfolgte. Junghans absolvierte bis 1982 67 Spiele für die Bayern und wurde zwei Mal Deutscher Meister. 1982/83 wechselte er zum FC Schalke. Für Königsblau absolvierte er bis 1987 148 Spiele in der Bundesliga und der 2. Liga. Mit Schalke stieg er 1984 in die 2. Bundesliga auf. 1987 wechselte Junghans zu Hertha BSC, seine Karriere ließ er bei Bayer Leverkusen (1994) und Fortuna Köln ausklingen (1994-96). Heute ist Junghans Torwarttrainer der 2. Mannschaft des FC Bayern.

Das Brandenburger Tor wurde in den Jahren 1788 bis 1791 unter Friedrich Wilhelm II errichtet. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs markierte das 26 Meter hohe Brandenburger Tor, das bis zum Bau der Mauer 1961 durchquert werden konnte, bis 1989 die Grenze zwischen West- und Ost-Berlin. Auf dem Bauwerk befindet sich die Quadriga, ein von vier Pferden gezogener Wagen mit der Siegesgöttin Victoria. Im gleichnamigen U-Bahnhof sind historische Aufnahmen des Brandenburger Tors zu sehen. Im südlichen Torhaus befindet sich eine Touristen-Information, im nördlichen ein „Raum der Stille“, mit dem Touristen und Stadtbewohnern eine Gelegenheit zur inneren Einkehr geboten werden soll.

Das gibt es hier außerdem zu sehen:

  • Reichstag (www.bundestag.de, Platz der Republik 1, 5 Min.)
  • Bundeskanzleramt (www.bundesregierung.de, Willy-Brandt-Straße 1, 10 Min.)
  • Siegessäule (Straße des 17. Juni/Großer Stern, 15 Min.)
  • Hotel Adlon (www.kempinski.com, Unter den Linden 77)
  • Gedenkort Weiße Kreuze für bei Fluchtversuchen an der Berliner Mauer ums Leben gekommene Personen (5 Min.)
  • Forum Willy Brandt (www.willy-brandt.org, Unter den Linden 62-68, 5 Min.)

→ Wir folgen der Ebertstraße entlang bis zum Potsdamer Platz, vorbei am Holocaust-Denkmal und der Gedenkstätte für während des Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle. Über die Alte Potsdamer Straße gehen wir bis zum Marlene Dietrich Platz. Wegzeit: 10-15 Minuten

 

Station 2 (Huub Stevens): Hotel Hyatt, Marlene-Dietrich-Platz 2 (Mitte)

Hotel Grand Hyatt, ©bundesligaindeinerstadt.de

Hotel Grand Hyatt, ©bundesligaindeinerstadt.de

Man schrieb das Jahr 2003, als der Film „Good Bye, Lenin“ im Rahmen der Berlinale im Februar den Blauen Engel als Auszeichnung für den besten Europäischen Film erhielt. Acht Monate später feierte Huub Stevens unweit des Filmpalastes im Hotel Hyatt in der Nähe des Potsdamer Platzes am 29. November 2003 seinen 50. Geburtstag. Drei Tage später hieß es „Good Bye, Huub“: Nach einer 1:6-Klatsche im DFB-Pokal gegen Werder Bremen trennte man sich „einvernehmlich“.
Dabei hatte alles so gut angefangen und so verheißungsvoll geklungen. Nach sechs Jahren verließ Schalkes Jahrhunderttrainer 2002 den Verein im Revier, auf seiner Visitenkarte standen immerhin der Gewinn des UEFA-Pokals 1997 und zwei Triumphe im DFB-Pokal. Nun wechselte der Niederländer nach Berlin, um dort für ähnliche Erfolge zu sorgen. Und natürlich sollte der ein oder andere Titel geholt werden. In den Jahren zuvor nahm Hertha BSC dank der Aufbauarbeit von Jürgen Röber eine positive Entwicklung, erstmals spielte das Team 1999/2000 in der Champions League und bis 2002 schloss Hertha eine Saison nie schlechter als unter den Top sechs ab. Stevens wusste damals, auf was er sich in der Medienstadt Berlin mit all ihren hochtrabenden Erwartungen einließ. „Ich war darauf eingestellt, dass ich in Berlin mehr mit den Medien zu tun haben würde. Bei Schalke waren es die Fans, hier ist es die Presse“, erklärte er gegenüber dem niederländischen Fußballmagazin Voetbal International. Gleichzeitig bat er um Zeit, die die Entwicklung einer Mannschaft zu einem Top-Team benötige.
Für Stevens begann gleich die erste Saison mit Hertha nicht gerade nach Wunsch. Zwar verteidigte man den sportlich eher bedeutungslosen Titel im Ligapokal (im Finale gab es ein 4:1 gegen Schalke), doch dem Aus im DFB-Pokal gegen Regionalligist Holstein Kiel in der ersten Runde folgten vier Bundesligaspiele ohne Sieg. Im Verlauf der Saison fing sich das Team, im UEFA-Cup scheiterte man erst im Achtelfinale knapp an Boavista Porto. Als im letzten Saisondrittel drei Niederlagen in Folge die erneute Qualifikation für das internationale Geschäft in Gefahr zu bringen schienen, musste sich Stevens nach einer 0:2- Niederlage in Wolfsburg aber schon den aufgebrachten Fans stellen, die die Abfahrt des Mannschaftsbusses blockierten. Am Ende wurde Stevens mit Hertha Fünfter und qualifizierte sich doch noch knapp für den UEFA-Pokal. Mit vierzehn Toren erwies sich ein junger Brasilianer namens Marcelinho als Entdeckung der Saison.
Im Sommer 2003 verließen mit Michael Preetz und Eyjölfur Sverisson zwei wichtige Stützen den Verein, im ersten Spiel der neuen Saison verletzte sich Marcelinho beim 0:3 gegen Werder Bremen schwer und fiel wochenlang aus. Im UEFA-Pokal schied Hertha sang- und klanglos gegen den polnischen Vertreter Groclin Grodzisk (0:0, 0:1) in der 1. Runde aus. Keine guten Vorzeichen für Stevens’ zweite Saison mit Hertha. Nachdem das Team in der Bundesliga auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht war, stellte Manager Dieter Hoeneß seinem Trainer im November ein Ultimatum: Die folgenden beiden Spiele gegen Hansa Rostock in Pokal und Liga sollten gewonnen werden, sonst wären Stevens’ Tage in Berlin gezählt. In der Liga gewann Hertha prompt 1:0, beim Pokalspiel in Rostock überschlugen sich die Ereignisse. Das Spiel ging beim Stand von 1:1 in die Verlängerung, neun Minuten vor Schluss stellte Rostock auf 2:1. In der letzten Minute glich Hertha durch Nando Rafael aus und die Berliner retteten im anschließenden Elfmeterschießen ihrem Trainer den Job. Doch es folgten drei weitere Niederlagen aus den folgenden vier Bundesliga-Spielen (darunter eine 1:3-Niederlage im Olympiastadion gegen Schalke). Und so war die Stimmung bei der Feier zu Huub Stevens’ 50er im Hotel Hyatt nicht gerade die Beste.
Neben der sportlichen Talfahrt trug auch Fredi Bobic mit seinen oftmals kritisierten Leistungen nicht gerade zu einer Verbesserung der Stimmung bei. Nach seiner Auswechslung gegen Schalke wollte der Ex- Stuttgarter mit Stevens abklatschen, dieser empfand dies als Provokation und ging nicht darauf ein. „Ich glaube nicht, dass Fredi so stark gespielt hat, dass ich ihn abklatschen müsste“, erklärte Stevens anschließend. Bobic erschien daraufhin als einziger Spieler nicht auf Stevens’ Geburtstagsfeier im Hyatt und rechtfertigte dies mit eingenommenen Grippe-Tabletten. Stevens strich Bobic daraufhin aus dem Kader für das anstehende Pokalspiel in Bremen. Der Rest ist bekannt, nach Berlins höchster Pokalniederlage seit 1936 gingen Hertha BSC und Huub Stevens getrennter Wege.
Als sich Schalke 04 achtzehn Monate zuvor, nach dem Pokaltriumph 2002, im Steigenberger Hotel zum Festbankett einfand, das gleichzeitig zur emotionalen Verabschiedung Huub Stevens’ geriet, sagte Schalke-Manager Rudi Assauer: „Mensch Huub, alter Stieselkoop, leck mich am Arsch, aber du machst mit deinem Wechsel zu Hertha einen großen Fehler.“ Ob sein Engagement bei Hertha BSC sein größter Fehler war, bleibt das Geheimnis von Huub Stevens. Dass die Amtszeit bei Hertha aber definitiv nicht zu seinen glücklichsten gehörte, kann getrost angenommen werden.

Huub Stevens (*1953 in Sittard/NL) spielte aktiv unter anderem bei Fortuna Sittard und dem PSV Eindhoven. Seine erste Trainerstation in Deutschland war Schalke 04 (1996-2002), es folgten weitere Stationen unter anderem bei Hertha BSC (2002-03), beim 1. FC Köln und dem Hamburger SV sowie erneut bei Schalke 04 (2011-12). Insgesamt betreute Stevens die Schalker, mit denen er 1997 den UEFA-Pokal und drei Mal den DFB-Pokal holte, in 296 Spielen (Hertha BSC: 66). 2013 ging Stevens zu PAOK Thessaloniki nach Griechenland, 2014 rettete er den VfB Stuttgart vor dem Abstieg.

Das gibt es hier außerdem zu sehen:

→ Vom Marlene Dietrich Platz gehen wir zur U-Bahn Haltestelle Potsdamer Platz und fahren mit der U2 (Richtung Theodor Heuss Platz) bis zur Haltestelle Zoologischer Garten Bhf. Von dort mit der S5 (Richtung Spandau) bis zur Haltestelle Messe Süd. Dort gehen wir die Waldschulallee entlang bis zum Mommsenstadion. Wegzeit: 35 Minuten

 

Station 3 (Rudi Gutendorf/Mirko Slomka): Mommsenstadion, Waldschulallee 34 (Charlottenburg-Wilmersdorf)

Mommsenstadion, ©bundesligaindeinerstadt.de

Mommsenstadion, ©bundesligaindeinerstadt.de

Der erstmals ins Präsidentenamt gewählte Günter Siebert hatte 1967 mit Schalke nach Jahren des Abstiegskampfes Großes vor, doch nachdem es mit dem erhofften Erfolg für das Team rund um den zurückgekehrten Stan Libuda zu Beginn der Saison 1968/69 immer noch nicht so recht klappen wollte, holte er mit Rudi Gutendorf einen Trainer, der das damalige Schalker Training und Spiel in punkto Professionalität auf ein neues Niveau heben sollte. Unter Gutendorf blühten junge Spieler wie Norbert Nigbur oder Hans- Jürgen Wittkamp auf, und das Team stieß in der Saison 1969/70 bis ins Pokalfinale vor, wo es für den ganz großen Triumph gegen Bayern München jedoch nicht reichte.
Da sich das Verhältnis zwischen Siebert und Gutendorf verschlechterte und die Platzierungen in der Bundesliga nicht über Platz sieben hinauskamen, entließ Präsident Siebert den laut Vereinschronik „bis dahin besten Bundesliga-Trainer, den Schalke gehabt hat“ im Jahr 1970. Gutendorf setzte daraufhin seine Tour als Weltenbummler fort und heuerte nach fast einem Dutzend Trainerstationen im In- und (vor allem) Ausland im Sommer 1976 bei Tennis Borussia Berlin an.
Das Team hatte gerade den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft und sollte sich nun mit Gutendorfs Hilfe in der Eliteliga etablieren. Dabei überhörte Gutendorf wohl die Warnsignale, die der Abgang von Aufstiegstrainer Helmuth Johannsen (Meistertrainer 1967 mit Eintracht Braunschweig) hinterließ, denn dieser verließ den Verein aufgrund fehlender sportlicher Perspektiven und wegen der bescheidenen finanziellen des Vereins in Richtung Zürich.
 Mit nur vier Siegen in der gesamten Hinrunde fand sich TeBe am Ende der Tabelle wieder, gleich am 2. Spieltag setzte es eine empfindliche 1:7-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt, die wenige Tage später von einem 0:9 gegen die Bayern getoppt wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war Gutendorf klar, dass mit diesem Team in der Bundesliga kein Blumentopf zu gewinnen war.
Dass Gutendorf nicht nur in sportlicher Hinsicht nichts mit seinem Arbeitgeber anfangen konnte, stellte er in ziemlich deutlicher Weise nach einer 4:5-Niederlage in Gelsenkirchen gegenüber dem Kicker klar: „Jedem Markenartikler würden sich beim Nennen dieses Namens als eines prominenten Fußballklubs die Haare sträuben. Schon der Kosename ‚Veilchen‘ deutet Lieblichkeit, ja Harmlosigkeit an. ‚TeBe’, das klingt wie Tuberkulose.“
 Zum Glück war Gutendorf nicht schon siebzig Jahre zuvor für TeBe tätig, denn der Verein wurde 1902 als „Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft“ gegründet. Ein Name, der gegnerischen Spielern wie Franz Beckenbauer und Wolfgang Overath wohl nicht unbedingt mehr Respekt abgerungen hätte.
Dass Gutendorf, der aufgrund seiner Defensivtaktik auch „Riegel-Rudi“ genannt wurde, auch sonst nicht um Worte verlegen war, bewies er im November 1976, als er sich nach einer 0:3-Niederlage am Bökelberg über die unfaire Spielweise des Gladbachers Frank Schäffer beschwerte: „Solche Härte war unangebracht. Mit Wendt wäre manches anders gekommen. Doch tritt man ihn zusammen, ist das die absolute Endlösung.“ Eine Formulierung, die einem Trainer heutzutage wohl das Amt kosten könnte.
Um sich mit seinem finanziell nicht auf Rosen gebetteten Verein solidarisch zu zeigen, stieg Gutendorf übrigens auf einen gebrauchten VW um. Damit wollte er (Monatsgehalt: 2.500 Mark netto) unter Beweis stellen, dass auch er „zu Opfern bereit ist“. Mit Tennis Borussia die Klasse zu halten, bezeichnete Gutendorf damals als größten Erfolg seines Lebens, für den er Tag und 
Nacht arbeiten wolle. Doch offensichtlich hatten auch die Tage in Berlin nur 24 Stunden, denn dieses Vorhaben sollte nicht gelingen. Am Ende der Saison stieg die Mannschaft mit einer Bilanz von 6 Siegen, 10 Unentschieden und 18 Niederlagen als Tabellen-17. in die 2. Bundesliga ab. Der Berliner Volkmar Groß, der in dieser Saison bei TeBe unter Vertrag stand und unter Gutendorf siebzehn Partien absolvierte, wechselte nach der Saison für zwei Jahre zum FC Schalke. Trainer Gutendorf setzte seine Welttournee als Trainer fort und kehrte 1986 nochmal nach Berlin zurück. Dieses Mal als Kurzzeit-Coach bei Hertha BSC.
Lange nachdem Rudi Gutendorf seine Fußabdrücke in der Berliner Fußballgeschichte hinterlassen hat, heuerte ein anderer Trainer an der Waldschulallee an, der später mit Schalke Bekanntschaft schließen sollte. Mirko Slomka wurde im Jahr 2000 vom Jugendkoordinator Tennis Borussias zum Cheftrainer befördert. Und das unter nicht ganz einfachen Bedingungen. Slomka hatte es mit einer Mannschaft zu tun, von der aufgrund des zwangsweisen Abstiegs in die dritte Liga – TeBe scheiterte mit den eingereichten Lizenzunterlagen beim DFB – mehr als ein Dutzend Akteure den Verein fluchtartig verließen. Darunter einst klingende Namen wie Uwe Rösler, Francisco Copado oder Sergej Kirjakow. Auch Trainer Winfried Schäfer zog es vor, das trudelnde Veilchen-Schiff zu verlassen.
 Nach dem Exodus der hochbezahlten Profis und dem jähen Ende des vom Großsponsor Göttinger Gruppe großspurig angekündigten Höhenflugs versuchte sich TeBe also wieder mal mit einem Neustart. „Der Verwesungsgeruch hat sich verzogen“, kommentierte die Berliner Zeitung launisch.
Slomka empfahl sich für den Posten dadurch, dass er die A- Junioren von TeBe zuvor bis ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft geführt hatte. Er machte sich an die Arbeit und die neu zusammengewürfelte Regionalliga-Mannschaft startete mit frischem Elan in die Saison 2000/01. Aus den ersten zehn Spielen holte Slomka mit TeBe vier Siege und zwei Unentschieden, in der Tabelle stand das Team im gesicherten Mittelfeld. Lediglich eine deftige 1:7-Heimniederlage gegen den KFC Uerdingen trübte die Gefühlslage. Umso dunkler verfärbten sich die Wolken über dem Mommsenstadion, als TeBe ab Oktober fünf Spiele am Stück verlor. Das Präsidium verlor die Nerven und trennte sich vom einst hoffnungsvollen Trainer. Ironie der Geschichte: Sein Nachfolger wurde mit Robert Jaspert ausgerechnet jener Trainer der 2. Mannschaft von TeBe, der sich bereits im Sommer Hoffnungen auf den Job machen durfte. Doch auch ihm war kein nachhaltiger Erfolg beschieden. Die TeBe- Führung blieb ihrer Linie treu und löste Jasperts Vertrag im März 2001 wieder auf. Und Mirko Slomka? Der ging als Co-Trainer zu Ralf Rangnick nach Hannover, dem er 2004 als Assistent zu Schalke 04 folgte. Lange nach seinem Abschied machten in Berliner Medien Schlagzeilen die Runde, nach denen er den Job als Cheftrainer bei TeBe nur bekommen habe, weil er zuvor hinter dem Rücken von Robert Jaspert mit dem Chef der Göttinger Gruppe geklüngelt habe.

Rudi Gutendorf (*1926 in Koblenz) spielte als Stürmer unter anderem in der Schweiz. Seine erste Trainerstation war der MSV Duisburg (ab 1963). Er trainierte zwischen 1968 und 1970 den FC Schalke. Insgesamt brachte Gutendorf es auf über dreißig Stationen als Trainer oder Sportlicher Leiter im In- und Ausland, darunter auch in so manch exotischer Fußball-Destination wie Grenada oder Nepal. In der Saison 1976/77 trainierte er Tennis Borussia Berlin, im Frühjahr 1986 war er für einige Monate Trainer bei Hertha BSC.

Mirko Slomka (*1967 in Hildesheim) war nicht als Profispieler aktiv. Seine Trainerlaufbahn begann er als Jugendtrainer bei Hannover 96. 1999 übernahm er die U19 von TeBe, im Jahr 2000 trainierte er TeBe in der Regionalliga. Von dort wechselte er zurück zu Hannover 96 und arbeitete als Co-Trainer unter Ewald Lienen und Ralf Rangnick. Zwischen 2006 und 2008 war Slomka Cheftrainer auf Schalke. Es folgten drei Jahre als Trainer von Hannover 96. Im Februar 2014 übernahm er den vom Abstieg bedrohten Hamburger SV.
Nach einer längeren Wanderschaft durch die verschiedenen Stadien und Sportplätze Berlins wurde Tennis Borussia 1945 im fünfzehn Jahre zuvor eröffneten Mommsenstadion heimisch (Details zur Geschichte siehe Stadion- Guide). 1952 feierte Tennis Borussia das 50-jährige Bestehen mit einem Jubiläumsspiel gegen Schalke. Während der Bundesliga-Saison 1976/77 wich Tennis Borussia aufgrund des größeren Zuschauerinteresses in das Olympiastadion aus.

Das gibt es hier außerdem zu sehen:

  • Avus-Gelände (Die ehemalige Rennstrecke, auf der 1959 sogar ein Formel 1-Rennen ausgetragen wurde, wird heute nur noch als Stadtautobahn benutzt, Tribünengebäude sind noch zu sehen, Ecke Messedamm/Jaffestraße, 5 Min.)
  • City Cube (www.citycube-berlin.de, Kongress- und Veranstaltungshalle, die auf dem Gelände der ehemaligen Deutschlandhalle errichtet und 2014 eröffnet wurde, 5 Min.)

→ Wir gehen zur S-Bahn Haltestelle Messe-Süd und fahren mit der S5 in Richtung Spandau, am Olympiastadion vorbei, bis zur Haltestelle Pichelsberg, von dort gehen wir rechts die Schwindter Allee entlang und biegen wiederum rechts in die Angerburger Allee ein. Wegzeit: 20 Minuten

 

Station 4 (Norbert Nigbur): Angerburger Allee 17 (Charlottenburg-Wilmersdorf)

Wohnblock in der Angerburger Allee, ©bundesligaindeinerstadt.de

Wohnblock in der Angerburger Allee, ©bundesligaindeinerstadt.de

„Norbert, wir danken dir“ riefen die Schalker Fans im Juni 1976 nach dem 3:1-Sieg der Königsblauen am Kaiserslauterer Betzenberg. Der derart besungene Norbert Nigbur saß währenddessen in der Kabine, mit Tränen in den Augen. „So hängt er halt an unserem Klub“, gab Schalkes damaliger Trainer Friedel Rausch gegenüber dem Kicker zu Protokoll.
Warum sich Nigbur, der in Gelsenkirchen geboren wurde und bis dato fast 300 Spiele für die Knappen absolviert hatte, nach der Saison 1976/77 trotzdem in Richtung Berlin verabschiedete, ist auf einen Disput mit Schalkes damaligem allmächtigem Präsidenten Günter Siebert zurückzuführen. Dieser erklärte den verdienten Keeper zur untragbaren Person, da er sich nicht an bereits getroffene Vereinbarungen für die beabsichtigte Vertragsverlängerung gehalten habe. Siebert bot dem damals 28- Jährigen einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresverdienst von 320.000 Mark (Brutto), Nigbur habe angeblich den gleichen Betrag in Netto und auf sechs Jahre gefordert. Der Torwart werde nie wieder für Schalke spielen, lautete die etwas voreilige Schlussfolgerung Sieberts.
Es folgten lange Transferverhandlungen mit mehreren Vereinen, die Nigbur, der sich zwischenzeitlich beim Arbeitsamt anmeldete, die Zeit gaben, sich währenddessen um seine Pferde auf der Trabrennbahn und um allerlei andere wichtige Dinge zu kümmern. Dokumentiert ist unter anderem seine Teilnahme an einem Kirschkernweitspucken bei einem Reiterfest im westfälischen Attendorn. Erzielte Weite: zwölf Meter. Ob das zum Sieg gereicht hat, ist leider nicht überliefert.
Im August 1976 erfolgte schließlich der Wechsel zur Hertha, die der spätere Schalker Detlev Szymanek soeben verlassen hatte. 590.000 Mark überwiesen die Hauptstädter für Nigbur ins Ruhrgebiet. Das lange Hin und Her um seine Zukunft schien seine Form nicht angegriffen zu haben. Gleich nach dem ersten Spiel 
für seinen neuen Verein (3:0 in Karlsruhe) wurde Nigbur vom Kicker in die „Elf des Tages“ gewählt. „Auf dem Feld der Größte, kam er als Letzter aus der Umkleidekabine und strahlte: ‚Mensch, war das ein prima Einstand.’“
In Berlin bezog Nigbur mit seiner Freundin Christine eine Neubauwohnung in der Angerburger Allee, in unmittelbarer Umgebung des Olympiastadions. Zu seinen Nachbarn gehörten unter anderem seine Mitspieler Ole Rasmussen und Jürgen Diefenbach (beide Hausnummer 15). Beliebter Treffpunkt während der trainingsfreien Zeit war für die Spieler die Pizzeria Il Porto. Deren Chef Pietro Piredda kann sich auch heute noch gut an zahlreiche Abende mit den Spielern und ihren Familien erinnern. „Unsere Pizzeria war früher das Stammlokal von den Spielern, fast die gesamte Mannschaft war da. Irgendwann hatte sich das dann herumgesprochen und dann kamen auch die Trainer von Hertha zu uns“, so Piredda. Für die Spieler war das ein Grund, künftig um die Pizzeria einen großen Bogen zu machen, „das passte dann für die nicht mehr, wenn zur gleichen Zeit auch die Trainer da waren“, mutmaßt Piredda. Dafür kommen Herthas Trainer bis heute noch gerne zu ihm, auch Huub Stevens war hier Stammgast. An die zahlreichen Spielerbesucher erinnert heute eine Bilder-Galerie, die unter anderem Norbert Nigbur bei einer Geburtstagsfeier mit seiner Freundin zeigen.
Die Zeit bei Hertha BSC war für Nigbur sportlich sehr erfolgreich. Als Stammtorhüter wurde er mit Hertha in der Saison 1977/78 Dritter, zwei Mal erreichte er mit Hertha das Pokalfinale. 1977 unterlag Nigbur nach starker Leistung mit seinem Team erst im Wiederholungsspiel gegen den 1. FC Köln unglücklich mit 0:1. 1979 verloren die Berliner genauso unglücklich 0:1 nach Verlängerung gegen Fortuna Düsseldorf. Auch im Europapokal konnte sich Nigbur auszeichnen. Bei der 0:1-Niederlage in der 2. Runde des UEFA-Pokals in der Saison 1978/79 bot er im Auswärtsspiel gegen Dynamo Tiflis laut Mitspieler Erich Beer die „beste Leistung im Hertha-Trikot überhaupt“. Dank eines 2:1- Heimsieges schaffte die Hertha den Aufstieg und scheiterte erst im Halbfinale an Roter Stern Belgrad.
Für die Hertha war dies für zwanzig Jahre der letzte Auftritt in einem internationalen Bewerb. Die Einnahmen aus dem internationalen Geschäft halfen den Berlinern aufgrund des bis zum Viertelfinale nur geringen Zuschauerinteresses nicht, ihr notorisch klammes Vereinskonto zu sanieren. Und so wurden nach der Saison 1978/79 erneut Spielerverkäufe nötig, um die vom DFB gestellten Auflagen zu erfüllen. Anfang 1979 kamen die ersten Gerüchte in Umlauf, dass die Hertha auch ihren bei den Fans äußerst populären Startorhüter verkaufen müsste, um dem drohenden Lizenzentzug zu entgehen. Bereits vor dem DFB-Pokal Finale gegen Düsseldorf stand fest, dass Nigbur den Verein verlassen wird. Daran konnten auch wütende Anrufe von 
empörten Fans in der Hertha-Geschäftsstelle nichts ändern.
Gemeinsam mit Torjäger Erich Beer und einigen anderen Spielern verließ der Torhüter den Verein. Und obwohl das Tischtuch zwischen ihm und Schalkes Präsident Siebert 1976 zerschnitten schien, heuerte Nigbur im Sommer 1979 erneut auf Schalke an. Gleich beim ersten Wiedersehen mit den alten Mannschaftskameraden stellte Nigbur seinen sportlichen Wert unter Beweis. Am 3. Spieltag der Saison 1979/80 gewann Schalke 2:0 in Berlin. Der Kicker kam in seiner Spielanalyse zu dem Schluss, dass den Berlinern kein Vorwurf zu machen sei, da „ihr ehemaliger Mannschaftskamerad Norbert Nigbur im Schalker Tor mit einer Glanzparade nach der anderen aufwartete. Einen Zweitore-Rückstand gegen diese sichere Abwehr mit ‚Supermann’ Nigbur aufzuholen, war fast unmöglich.“
Doch der sportliche Aufwärtstrend war bei Schalke nicht von langer Dauer, nach Platz acht 1979/80 stieg der Verein 1981 erstmals aus der Bundesliga ab. Nigbur hielt sich damit zumindest ein Jahr länger in der höchsten deutschen Spielklasse, als sein Ex-Klub Hertha BSC, der bereits 1980 den Weg in die 2. Liga antreten musste.

Norbert Nigbur (*1948) bestritt 101 Spiele für Hertha BSC. Während ihn die Schalker Fans in ihre Jahrhundertelf wählten, schaffte es Nigbur bei Hertha BSC hinter Gabor Kiraly „nur“ auf die Ersatzbank der dortigen Jahrhundertelf. Für Schalke stand er zwischen 1966 und 1976 sowie 1979 und 1983 355 mal in der Bundesliga zwischen den Pfosten, mit den Knappen wurde er 1972 Pokalsieger und Vizemeister. Nigbur war als Ersatztorwart bei der WM 1974 und absolvierte insgesamt sechs Länderspiele. Seine aktive Karriere beendete Nigbur 1985 bei Rot-Weiss Essen.

Das gibt es hier außerdem zu sehen:

  • Waldbühne (www.waldbuehne-berlin.de, Glockenturmstr. 1, Eintritt nur bei Veranstaltungen, 10 Min.) – Beim Hinterausgang des Olympiageländes laufen einem immer wieder Juniorenteams der Hertha über den Weg
  • Glockenturm (www.glockenturm.de, Glockenturmstr., Eintritt März-November, 10 Min.) – Huub Stevens spürte hier immer wieder Journalisten auf, die sich hier versteckten, um vom Turm die Geheimtrainings zu beobachten.

Kulinarik:

→ Zurück in die Schwindter Allee und schräg gegenüber den Dickensweg entlang. Links in die Passenheimer Straße bis wir rechts in die Jesse-Owens- Allee einbiegen. Entlang der Reitsportanlagen gelangen wir zum Coubertainplatz am Südtor des Olympiastadions. Der Stadionumzäunung folgend ist das Stadion & Besucherzentrum des Olympiastadions unser Ziel. Wegzeit: 20 Minuten. Alternativ kann man auch mit der S-Bahn zurück bis zur Haltestelle Olympiastadion fahren.

 

Station 5 (DFB-Pokalfinalspiele): Olympiastadion, Olympischer Platz (Charlottenburg-Wilmersdorf)

Berliner Olympiastadion, ©bundesligaindeinerstadt.de

Berliner Olympiastadion, ©bundesligaindeinerstadt.de

Als sich Schalke 1937 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte zum Deutschen Meister krönte, hatte das Team rund um Hans „Bumbes“ Schmidt bereits einen in Berlin gewonnen Meistertitel in der Tasche. Drei Jahre zuvor gewann Königsblau im Poststadion (Moabit) das Finale gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:1. Waren 1934 noch 45.000 Menschen gekommen, um Ernst Kuzorra, Fritz Szepan und ihren drehenden Schalker Kreisel zu bestaunen, hielten die Chronisten für das erste im Olympiastadion ausgetragene Finale um die Deutsche Meisterschaft eine Zuschauerzahl von 101.000 fest. Lediglich im Jahr 1936 erreichten Länderspiele und Spiele des Olympischen Fußballturniers im Olympiastadion noch höhere Zuschauerzahlen. Wenige Monate zuvor verloren die favorisierten Knappen an gleicher Stelle das Finale um den Tschammerpokal des Jahres 1936 (Vorgänger des DFB-Pokals) mit 1:2 gegen den VfB Leipzig.
Gegen Nürnberg sollte diese Schmach im Juni 1937 nun getilgt werden und tatsächlich wurde der „Club“ durch Tore von Ernst Pörtgen und Ernst Kalwitzki mit 2:1 besiegt. Während die Schalker zwei weitere Berliner DFB-Pokalfinalspiele bis 1945 verloren (1941 gegen den Dresdner SC und 1942 gegen 1860 München), bescherte ihnen in diesem Zeitraum der Schauplatz Olympiastadion in Finalspielen um die Meisterschaft mehr Glück. Zusammen mit dem Finale gegen Nürnberg standen die Knappen zwischen 1937 und 1942 sechs Mal in Folge im Finale um die Deutsche Meisterschaft.
Das Finale von 1938 wurde nach einem 3:3 (nach Verlängerung) erst im Wiederholungsspiel mit 3:4 (n. V.) verloren. Nach dieser Saison folgte auf Trainer Schmidt der ehemalige Leichtathlet Otto Faist. Unter ihm spielte sich Schalke im Juni 1939, wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, im Finale gegen Admira Wien in einen wahren Spielrausch und gewann im Olympiastadion vor 90.000 Zuschauern mit 9:0. Nie zuvor und niemals wieder wurde eine Deutsche Meisterschaft so deutlich errungen, allein Rechtsaußen Kalwitzki erzielte fünf Tore. „Die ganze Elf war auf die Minute fertig und zeigte im restlos ausverkauften Olympiastadion ein Spiel, für das es einfach keine Worte gibt und wie man es in dieser Vollendung von einer deutschen Vereinsmannschaft noch nie gesehen hat“, überschlug sich damals die Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung in ihrem Bericht.
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs gewann Schalke im 
Berliner Olympiastadion zwei weitere Meisterschaften (1940 mit 1:0 gegen den Dresdner SC und 1942 mit 2:0 gegen Vienna). 
1941 verloren die Knappen dagegen in einem denkwürdigen Finale gegen Rapid Wien mit 3:4. Das Team aus dem Ruhrgebiet lag am Tag des Angriffs auf die Sowjetunion bereits mit 3:0 vorne, doch die Wiener drehten das Spiel und gewannen schließlich noch mit 4:3. Drei der Rapid-Tore fielen durch Elfmeter, weswegen immer wieder Gerüchte um einen politisch gewollten Sieg des Ostmark-Meisters die Runde machten. Ernst Kuzorra verweigerte beim anschließenden Empfang die Ehrennadeln für den Vizemeister mit den Worten „Mit Politik habe ich nichts zu tun“.
Nach dem Gewinn der Meisterschaft 1942 endete die Liebesbeziehung zwischen dem Olympiastadion und Schalke 04 für fast sechzig Jahre. 
Union Berlin hieß 2001 der Gegner im Endspiel um den DFB- Pokal. Wenige Tage zuvor gewann Schalke die Deutsche Meisterschaft, nur um sie nach vier Minuten wieder an den FC Bayern zu verlieren. Der „Meister der Herzen“ traf im wegen Umbauarbeiten für die WM 2006 zur Baustelle gewordenen Olympiastadion auf einen hochmotivierten 2. Liga-Aufsteiger. Die Berliner verfügten im Endspiel jedoch nicht über die spielerischen Mittel, das Schalker Team rund um Andreas Möller und Ebbe Sand ernsthaft in Gefahr zu bringen. Schalke gewann dank zwei Toren von Jörg Böhme. Kurz vor Spielende wechselte Trainer Huub Stevens die verdienten Spielergrößen Radoslav Latal, Olaf Thon und Mike Büskens ein. Nach Abpfiff übernahm der verletzte Kapitän Tomasz Waldoch zur Irritation von DFB- Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder im feinen Anzug und darüber gezogener Spielführerbinde die Trophäe und hob sie in den Berliner Konfettiregen.
Im folgenden Jahr gelang es der Schalker Mannschaft als erstem deutschen Team, den DFB-Pokal zu verteidigen. Die Schalker Fans färbten die traditionelle Aufwärmlocation rund um den Breitscheidplatz in königsblau ein, die roten Trikots von Fans des Gegners aus Leverkusen waren eher spärlich gesät. Auch während des Spiels war im Leverkusener Fanblock im Olympiastadion die eine oder andere blau-weiße Fahne zu sehen. Mit seinem Freistoßtor zum 1:1 avancierte erneut Jörg Böhme zum Matchwinner, die restlichen Schalker Tore erzielten Victor Agali, Andreas Möller und Ebbe Sand. Bei der anschließenden Pokalübergabe war es erneut Tomasz Waldoch, der – dieses Mal in Trikot und Stutzen – die Trophäe in Empfang nahm. Getrübt wurde der 4:2-Erfolg über den in dieser Saison dreifachen 
„Vize“ aus Leverkusen lediglich durch den Abschied von Jahrhunderttrainer Huub Stevens, der bereits Monate zuvor seinen Wechsel zu Hertha BSC verkündete. Wie es sich für das Team anfühlte, ohne einen auf der Trainerbank sitzenden Stevens zu spielen, konnten die Schalker bereits in der zweiten Halbzeit üben, denn nach einem verbalen Disput mit Schiedsrichter Franz-Xaver Wack verbrachte Stevens den Rest des Spiels auf der Tribüne.
Der nächste und bis heute letzte Pokaltriumph folgte schließlich 2011, nachdem sich Königsblau als frischgebackener Vizemeister im Finale 2005 dem Meister Bayern München mit 1:2 geschlagen geben musste. 2011 war der Gegner weniger prominent und dementsprechend gestaltete sich auch das Ergebnis. Schalke fegte unter Felix Magath in pinken Auswärtstrikots den in Blau-Weiß angetretenem MSV Duisburg mit 5:0 vom Platz und sicherte sich so erneut einen Titel im Olympiastadion. Das erste Tor erzielte der damals 17-jährige Julian Draxler, zwei weitere Treffer steuerte Klaas-Jan Huntelaar bei. Gleichzeitig egalisierte Schalke mit dem Kantersieg den eigenen Rekord für das höchste DFB- Pokalfinalergebnis aus dem Jahr 1972 (damals 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern).

Das gibt es hier außerdem zu sehen:

  • Stadion & Besucherzentrum des Olympiastadions (www.olympiastadion-berlin.de)
  • Es lohnt sich das Gelände rund um den Olympischen Platz in Augenschein zu nehmen, da sich hier zum Beispiel auch die olympischen Sportanlagen für Hockey und Tennis befinden (Schautafeln informieren über die Sportstätten).
  • Wer Zeit hat, kann zu Fuß entlang der Olympischen Straße bis zur Reichsstraße gehen und dort in das Wiener Caffeehaus einkehren (Info unter Weitere Orte in Berlin mit Bezug zu Schalke 04).

Das Olympiastadion wurde 1936 anlässlich der Olympischen Spiele eröffnet. Im Sommer 1965 lernte der spätere Schalke-Trainer Jürgen Sundermann hier auf nicht ganz alltägliche Weise seine Frau kennen. „Wir Spieler von Hertha BSC trainierten gerade Torflanken. Wenige Meter daneben sahen ein junges Mädchen und ihr Vater zu. Statt auf dem Kopf unseres Mittelstürmers landete eine meiner Flanken plötzlich im offenen Auto meiner heutigen Frau. Auf diese Weise sind Monika und ich ins Gespräch gekommen“, vertraute Sundermann Jahre später dem ‚Kicker‘ an.

 

Station 6 (Ausflugstipp):
 Trabrennbahn Mariendorf, Mariendorfer Damm 222 (Tempelhof-Schöneberg)

Trabrennbahn Mariendorf, ©bundesligaindeinerstadt.de

Trabrennbahn Mariendorf, ©bundesligaindeinerstadt.de

Ein Besuch der traditionsreichen Mariendorfer Trabrennbahn lohnt sich nicht nur für Freunde von Pferdewetten, sondern auch für Fußballfans. Denn im Innenraum der Trabrennbahn befindet sich jener exotische Fußballplatz, auf dem der 1. Traber FC Mariendorf seit 1961 seine Spiele austrug. Leider zog der aktuell in der Kreisliga B spielende Verein in der Zwischenzeit zum Sportplatz an der Rathausstraße um.
Auf der Anlage der Mariendorfer Trabrennbahn stand 1976 der Traber Charly Victory, der Hertha BSC vom Rennstallbesitzer Eddy Zander vermacht wurde. Doch die Verantwortlichen von Hertha schienen nicht sonderlich an dem Pferd (und vor allem dessen laufenden Kosten) interessiert zu sein. „Zwar sind die Hertha-Spieler nicht so trabrennversessen wie ihre Schalke-Kollegen, doch Micha Sziedat und Gerd Grau sind oft
bei Rennen unter den Zuschauern zu finden. Trainer Kessler will mal mit Vorstand und Spielern sprechen, was aus dem ‚Hertha- Pferd’ werden soll“, wusste der Kicker im Januar 1976 unter der mitfühlenden Überschrift „Was wird aus Charly Victory?“ zu berichten.
Spätestens mit dem Wechsel von Rennsportfreund Norbert Nigbur zur Hertha hatte sich das Problem wohl von alleine erledigt. Nigbur brachte auch sein Pferd Vinki mit nach Berlin- Mariendorf, für Gesellschaft für Charly Victory war also fortan gesorgt. Die Berliner Luft bekam dem Tier wohl nicht schlecht, Vinki holte mehrere Spitzenplätze.

Informationen zur Trabrennbahn Mariendorf sowie den Renntagen: www.berlintrab.de.

 

Weitere Orte in Berlin mit Bezug zu Schalke 04:

  • Wiener Conditorei Caffeehaus, Reichsstraße 81 (Charlottenburg- Wilmersdorf): Rudi Gutendorf ließ während seiner Zeit als Trainer von Hertha BSC 1984 in Folge einer Verletztenmisere aus Angst vor weiteren Verletzungen das Training ausfallen und ging mit der Mannschaft lieber hierher zum Kuchenessen. Von sportlichem Erfolg waren jedoch weder die Kaffeehaus-Besuche noch das überlieferte Samurai-Gebrüll gekrönt, zu dem Gutendorf die Hertha-Spieler in der Kabine als Motivationshilfe animierte. Walter Junghans beriet sich hier im November 1993 mit Theo Gries und Uli Bayerschmidt über das weitere Vorgehen nach ihrer Suspendierung.
  • taz-Haus, Rudi Dutschke Straße 23 (Mitte): Yves Eigenrauch schrieb zwischen 1999 und 2002 die Kolumne „Im Funnyland“ für die taz. Ein Besuch lohnt sich vor allem im taz.café, das zwischen 12 und 15 Uhr auch als Kantine der Redaktion dient (Öffnungszeiten generell: Mo-Fr 8-20 Uhr). Einzelpersonen und Gruppen werden auf Anfrage durch die Redaktion der als Genossenschaft geführten Tageszeitung geführt (Terminvereinbarung und Informationen unter www.taz.de).
  • Hotel Russischer Hof, Georgenstraße 21-22 (Mitte): In diesem Hotel residierte die Schalker Mannschaft rund um das Pokalfinale 1937. Erich Dobermann, Spieler des Finalgegners VfB Leipzig, erinnerte sich später: „Dort hatten bereits die Schalker Quartier bezogen. Sie würdigten uns keines Blickes.“ Heute steht an dieser Stelle ein Büro- und Geschäftsgebäude.
  • Poststadion, Lehrter Straße 59 (Mitte): Im Poststadion gewann Schalke 04 im Finale von 1934 durch zwei späte Tore von Fritz Szepan (88. Minute) und Ernst Kuzorra (90.) seine erste deutsche Meisterschaft (2:1 über den 1. FC Nürnberg).
  • Hotel Steigenberger, Los Angeles-Platz 1 (Mitte): Hier feierte Schalke 2001 seinen Pokalsieg mit einem Festbankett, in dessen Rahmen Gerald Asamoah eine La Ola initiierte, Alt-Präsident Günter Siebert seine ganz eigene Version des Sinatra-Songs „New York, New York“ sang und Rudi Assauer zu später Stunde „Mythos vom Schalker Markt“ anstimmte. Ein Jahr später feierte Schalke hier auch die erfolgreiche Verteidigung des Pokals, 2005 nächtigten die Knappen ebenfalls hier im Rahmen des Endspiels gegen Bayern München.
  • Gendarmenmarkt (Mitte): Peer Kluge (2010-12 bei Schalke, anschl. bis 2014 bei Hertha BSC) empfiehlt diesen vom Französischen und Deutschen Dom sowie dem Konzerthaus umrahmten Platz für Restaurantbesuche, „da gibt es jede Menge Lokale ringsum und in jedes davon kann man sich bedenkenlos reinsetzen.“
  • Hotel Spreebogen, Alt-Moabit 99 (Mitte): Hier residierte Huub Stevens mit dem HSV, als er 2007 für sein erstes Spiel als HSV-Trainer nach Berlin zurückkehrte (Hertha gewann die Partie 2:1).
  • Reglinstr. 26 (Tempelhof-Schöneberg): Hier wohnte der gebürtige Berliner Detlev Szymanek, ein „veranlagter Jung-Stürmer“, während seiner Zeit bei Hertha (1974-76). Szymanek absolvierte zwischen 1980 und 1982 neunzehn Spiele für den FC Schalke.
  • Schillerwiese, Edinburger Straße (Wedding): „Er kriegt zu oft auf die Socken, da muss er intelligenter spielen“, sah Herthas B-Jugend Trainer Dirk Kunert gegenüber dem Tagesspiegel noch Potenzial für Optimierung im Spiel des jungen Kevin-Prince Boateng. Der heute 26-jährige Schalke-Spieler wuchs im Wedding auf, seine Mutter spielte selbst Fußball beim BFC Meteor. Der Vater, der die Familie früh verließ, kickte bei den Reinickendorfer Füchsen, wo auch Kevin-Prince einige Monate seine Fußballschuhe schnürte.

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